Sonntag, 23. April 2017

Frühlingsputz - in der Veloplanung.



Das Grün spriesst, die Vögelein zwitschern und die Velos wurden wieder aus den Kellern geholt. Zeit also, auch in der Veloplanung frische Frühlingsluft reinzulassen und alte (und seit Jahrzehnten erfolglose) Gemeinplätze der eidgenössischen Verkehrsplanung aus dem Hause zu fegen. Zum Beispiel diese:


„Das Velo gehört auf die Fahrbahn.“

Das Velo gehört auf eine velogerechte Infrastruktur.


 „Keine Velomassnahme ist besser als eine schlechte Velomassnahme“.

Keine Velomassnahme ist keine Velomassnahme. 


 „Das Wichtigste ist, mit dem Velo schnell voranzukommen.“

Das Wichtigste ist, dass sich Velofahren angenehm und sicher anfühlt.


 „Radstreifen und die Führung auf der Fahrbahn sind gut für die Sicherheit.“

Mehr Velofahrende sind gut für die Sicherheit.


 „Ein Velohelm macht velofahren sicherer.“

Mehr Velofahrende machen velofahren sicherer.


 „Die richtige Veloinfrastruktur muss erst noch erforscht und erprobt werden.“

Die richtige Veloinfrastruktur ist in NL und DK seit Jahrzehnten in Betrieb.


 „In Bern hat es kein Platz für eine gute Infrastruktur.“

In Bern lassen sich breite Radstreifen und breite Radwege vielerorts realisieren.

Auch: „Ich habe keine Ahnung und/oder keine Lust auf zeitgemässe Verkehrsplanung.“


 „Radwege sind gefährlich.“

Radwege à la Kopenhagen gelten international als Best-Practice. 


 „Radwege brauchen mehr Platz als Radstreifen.“

Gute Radwege brauchen gleich viel Platz wie gute Radstreifen. Grosse Äpfel brauchen allerdings mehr Platz als kleine Birnen.


 „Veloförderung ist ein rot-grünes-Projekt.“

Veloförderung ist politisch neutral – rationales Denken genügt dazu.



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